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Sudan: Schwangere Frau zum Tod verurteilt

48db2Meriam Ischag und ihr Mann Daniel

Meriam Ischag und ihr Mann Daniel

Die 27-jährige soll sich geweigert haben, ihrem christlichen Glauben abzuschwören. Die Richter in der Hauptstadt Khartoum verurteilten sie deshalb wegen „Abtrünnigkeit“ zum Tod durch Hängen. Grundlage des Urteils ist das an die Scharia angelehnte sudanesische Strafrecht, da eine Heirat einer Muslimin mit einem Christen als Straftrat einordnet. Die Ärztin hatte vor zwei Jahren den christlichen Südsudanesen Daniel Wani geheiratet. Ein Verwandter hatte sie angezeigt.

Vor Gericht bestritt die junge Frau, jemals dem muslimischen Glauben angehangen zu haben. Insofern könne ihr keine Abtrünnigkeit vorgeworfen werden. Die Richter beriefen sich indes auf die südanesische Verfassung, wonach jeder in Sudan geborene Mensch automatisch Muslim ist. Auch wurde Meriam Yehya Ibrahim Ishag wegen „Hurerei“ zu 100 Peitschenhieben verurteilt, weil ihre Ehe mit einem Christen nach sudanesischem Gesetz ungültig ist.

Hinrichtung nach der Geburt

Ein Gericht in Sudans Hauptstadt Khartoum verurteilte die junge, schwangere Christin zum Tode. Die Verurteilte ist seit Februar in einem Frauengefängnis in Khartum eingesperrt – zusammen mit ihrem ersten Kind, dem 20 Monate alten Martin. Nach Informationen von Menschenrechtsorganisationen verweigert man ihr jede medizinische Versorgung. Ihr Mann darf sie nicht besuchen. Ihm hat das Gericht das Sorgerecht für den Sohn wie auch für das ungeborene Kind verweigert, weil diese Muslime seien. Die im achten Monat schwangere Frau soll nach der Geburt hingerichtet werden.

Gegen das Urteil haben zahlreiche westliche Botschaften im Sudan protestiert. „Wir rufen die Regierung in Khartum dazu auf, das Recht auf Religionsfreiheit zu achten, inklusive des Rechts, den Glauben zu wechseln“, heißt es in einem gemeinsamen Statement der politischen Vertretungen. Auch internationale christliche Organisationen und die Gefangenenhilfsorganisation Amnesty International setzten sich für Meriam Yehya Ibrahim Ishag ein. Amnesty startete einen „dringenden Appell“ für die sofortige Freilassung der jungen Frau: „Mariam Yahia Ibrahim Ishag ist eine gewaltlose politische Gefangene, die allein wegen ihrer religiösen Überzeugung und Identität verurteilt wurde“, heißt es in dem Aufruf der Menschenrechtsorganisation.

Quelle: www.dw.de
sd/kk (afp, epd, kna, FAZ)

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