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INDONESIEN: Geistliche hinterfragen »World-Statesman-Award« für Präsident Yudhoyono

Indonesiens Präsident Susilo Bambang Yudhoyono setze sich für religiöse Toleranz ein. Darum möchte ihm die Stiftung „Appeal of Conscience“ am 30. Mai den diesjährigen „World Statesman Award“ verleihen. Das Geistlichen-Forum von Jakarta, Banten und Westjava, ein Zusammenschluss von christlichen Leitern, kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen. Präsident Yudhoyono kümmert es nicht, wenn in seinem Land Minderheitsreligionen unterdrückt werden. Das Forum führte im Mai einen Marsch von etwa 50 Personen aus christlichen und muslimischen Konfessionen zur US-Botschaft in Jakarta an, um dort ein Protestschreiben gegen die Entscheidung der Stiftung abzugeben, Yudhoyono zu würdigen. 

 

Kein Preis für den Präsidenten der Intoleranz

„Er ist der Präsident der Intoleranz“, sagte Pfarrer Palti Panjaitan von der Batak Christian Protestant Filadelfia Church. Die „Appeal of Conscience“-Stiftung aus New York sieht sich selbst als „konfessionsübergreifende Koalition von führenden

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Nik Ripken erfährt Gott als Jugendlicher auf ungewöhnliche Weise und folgt später seinem Ruf nach Somalia. Doch die Not und Dunkelheit in dem Bürgerkriegsland erschüttern sein Vertrauen auf Gott: Wirkt Jesus als Auferstandener heute überhaupt noch? Dann lernt er in China, in der ehemaligen Sowjetunion und islamisch geprägten Ländern Christen kennen, die Verfolgung im Glauben durchgestanden haben. Durch diese Begegnungen wird sein Glaube radikal verwandelt und erneuert. Hier sein spannender und tief berührender Bericht. Gekürzt: Nik Ripken erfährt Gott auf ungewöhnliche Weise. Als er Nothilfe in Somalia leistet, wird sein Vertrauen jedoch tief erschüttert: Wirkt Jesus heute überhaupt noch? Dann begegnet er in China, Russland und islamischen Ländern Christen, die Verfolgung durchgestanden haben. Sein Glaube wird radikal verwandelt und erneuert. Hier sein spannender Bericht.

Geschäftsleuten und Religionsführern, die Frieden, Toleranz und die Lösung ethnischer Konflikte fördert.“ Mit dem jährlichen „World Statesman Award“ wurden unter anderem schon der kanadische Premierminister Stephen Harper, der französische Präsident Nicolas Sarkozy und der britische Premierminister Gordon Brown ausgezeichnet. Der Koordinator des Geistlichen-Forums, Pfarrer Erwin Marbun, zeigte sich entsetzt, dass die Stiftung sich nun für Präsident Yudhoyono als nächsten Preisträger entschieden hat. Christliche Kirchen sind in Indonesien immer wieder Bulldozern zum Opfer gefallen. Für den Nachrichtendienst AFP ist das ein Beleg für die „durch das Land fegende religiöse Intoleranz“.

Präsident Yudhoyono hält sich nicht an gültige Gesetze

„Tatsache ist, dass Präsident Yudhoyono das geltende Recht nicht durchsetzt“, so Pfarrer Marbun. „Sehen Sie sich nur die Schließung der Stätten der Anbetung an, sowohl bei uns Christen als auch bei islamischen Minderheiten.“ Die sich seit 2004 an der Macht befindende Yudhoyono-Regierung hat im Jahr 2006 Vorschriften für Religionsgemeinschaften herausgegeben. Möchte eine solche Gemeinschaft ein gottesdienstliches Gebäude errichten, müssen 60 Personen aus verschiedenen Religionen der Nachbarschaft per Unterschrift zustimmen, und es muss die Genehmigung des örtlichen Religionsamtes erlangt werden.

Kirchen werden geschlossen

Die Gemeinde in Bogor, westlich von Jakarta, hat seit Jahren mit örtlichen Beamten gekämpft, die ihre Kirche geschlossen haben. Trotz späterer Anweisungen von Seiten der Regierung, sie wieder zu öffnen, passierte nichts. Die Filadelfia-Gemeinde im nahe gelegenen Bekasi hat ein ähnliches Schicksal und hält Gottesdienste auf der Straße ab. Eine Kirche am Rand von Jakarta wurde im März auf Anweisung von örtlichen Beamten von städtischen Arbeitern eingerissen. In der indonesischen Provinz Aceh hat man bereits im vergangenen Jahr siebzehn Kirchen geschlossen.

Christen sind nicht die einzige bedrängte Minderheit

Ungefähr 14 Prozent der Einwohner Indonesiens sind Christen. Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung gehört dem sunnitischen Islam an. Nicht nur christliche Minderheiten werden bedrängt. Im vergangenen August vertrieben etwa 500 Sunniten in der Nähe von Sampang am Ostende der Insel Java eine kleine Gruppe schiitischer Muslime. Zwei Personen wurden getötet. Danach plünderten hunderte von Radikalen eine Kommune der Minderheit der Ahmadiyah-Muslime. „Deshalb bitten wir die Appeal of Conscience Foundation die Preisverleihung um der Menschlichkeit, der Gerechtigkeit und des Friedens in der Welt willen zu überdenken“, sagte Pfarrer Marbun.

Menschenrechtsgruppe kritisiert Entscheidung der Stiftung

Auch die indonesische Human Rights Working Group kritisierte die Wahl Yudhoyonos für den Preis, denn der Präsident habe seine Beamten bis jetzt nie aufgefordert, entschieden gegen Intoleranz vorzugehen, gegen die Menschen, die „eindeutig die Verfassung verletzt haben“. Die 1965 von Rabbi Arthur Schneier eingerichtete Stiftung glaubt, dass Freiheit, Demokratie und Menschenrechte die Grundwerte sind, welche den Völkern der Welt die beste Hoffnung auf Frieden, Sicherheit und Anteil am Wohlstand geben. Ein Sprecher des Präsidenten reagierte prompt: „Die Intoleranz-Fälle sollten die Augen der Kommentatoren nicht davon abhalten, die vielen Fortschritte bei der Bildung indonesischer Werte unter seiner Präsidentschaft zu sehen.“ Die Stiftung hat für den 30. Mai eine Zeremonie angesetzt, um Yudhoyono den Preis offiziell zu überreichen.

Quelle: Open Doors

Autor:

Hallo, ich bin Achim, von Beruf Druckereikaufmann und Vorsitzender von "Haus des Lebens e.V." "Christsein so wie es Jesus gemeint hat, auf das alle die freimachende Botschaft für ein neues Leben hören" Das ist mein Lebensmotto in Beruf und Freizeit. Die Menschen in Indonesien sind mir da besonders wichtig. Über Deine Unterstützung würde ich mich sehr freuen ;-) Du findest uns auch auf Facebook

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