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Das Projekt

Haus des Lebens
House of Life
Rumah Kehidupan e. V.

Begegnungs- und Schulungszentrum
Die Arbeit soll überkonfessionell geführt werden, für den ganzen Leib Christi.

Christen aller Konfessionen und Prägung haben die Möglichkeit der Begegnung, Schulung, Austausch und Seelsorge.

Die Personenanzahl sollte dabei ca. 15 – 20 Personen nicht überschreiten, damit intensive persönliche Begegnung sowie ein effektiverer Dienst im Gespräch und Seelsorge geschehen kann.

Die Ausrichtung nicht auf „Masse“ sondern auf ein Stück bewusstes christliches Miteinander-Leben in einem kleineren, persönlichen Rahmen soll wesentlicher Bestandteil dieser Arbeit sein.

Dieses Modell ist in dieser Form in Indonesien kaum oder gar nicht vorhanden.

Schwerpunkte sollen sein:

  • fundierte theologische Schulungen zur Dienstzurüstung (Bibelauslegung, Predigtvorbereitung, systematische Theologie u.a.)
  • Seminare (1-/mehrtägig) zur Stärkung von christlichen Ehen und Familien in einer muslimischen Gesellschaft
  • praktische Anleitung für Missionseinsätze und Befreiungsdienste
  • Seelsorge-Dienst
  • Multiplikatoren-Ausbildung von Laien und Pastoren
  • Durchführung von kleineren Freizeiten für Studenten, christlichen Jugendgruppen und Hauskreise zu verschiedenen christlichen Themen.

Auf einem entsprechenden Grundstück ist ein Hauptgebäude mit Versammlungsraum, Küche, und Esszimmer (evtl. auch mit Wohnung der „Hauseltern“ ) angedacht.

Ca. 4 kleinere Wohneinheiten mit Schlafzimmer, Wohnzimmer und Bad um das Haupthaus herum, sollen Übernachtungsmöglichkeit bieten für ca. 15 – 20 Personen.
Voraussichtliche Kosten für den Kauf von Grundstück, Gebäude und Ausstattung ca. 70.000 – 100.000 Euro

Hintergrund

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Das religiöse Gesicht Indonesiens

Eine subjektive Beurteilung

Indonesien ist das größte islamische Land dieser Welt. Erst kürzlich war Indonesien wegen eines Bombenanschlages auf die Botschaft Australiens wieder einmal in den Schlagzeilen. „Dschihad“, „Al Kaida“, „Terroranschläge“, „Extremismus“ etc. – daran denken viele, wenn sie „Islam“ oder „Indonesien“ hören. Andere denken dagegen eher an „Religion des Friedens“, „interreligiöser Dialog“, „Ökumene der Religionen“ etc. Indonesien hat von beiden dieser extremen Seiten etwas zu bieten – das wahre religiöse Gesicht Indonesiens ist aber ganz anders.

Extremismus und Terror

Es gibt hier islamistischen Extremismus und Terror, der uns aus den Nachrichten weltweit bekannt ist: Separatistische Islamisten in Aceh, Terror auf den Molukken, Bombenanschlag auf Bali und in Jakarta, Trainingslager für Al Kaida Kämpfer, niedergebrannte Kirchen- und Gemeindegebäude, der kürzliche Mord an einem Pastor während der Sonntagspredigt in Palu. Aber sie spiegeln nicht das wider, was die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung denkt und glaubt. Es zeigt sich hier aber doch recht deutlich, eine grundsätzlich unterschiedliche Stellung von Bibel und Koran zu den Themen „Gewalt“ und „interreligiöser Dialog“ (wenn auch diese Lehraussagen von so manchen sogenanten „Christen“ in der Geschichte mehr als offensichtlich verleugnet wurden).

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Toleranz und interreligiöser Dialog

In der westlichen Welt wird inzwischen kaum mehr ein Unterschied zwischen dem „Allah“ des Islam und „Jahwe“ der Bibel gesehen. Während dies in Europa und Amerika dem Zeitgeist und den politischen und religiösen Bestrebungen der Mehrheit entspricht, wurde dies in Indonesien sogar in den fünf Grundsätzen der Verfassung aufgenommen. Gemäß dieser „Panca Sila“ gibt es kraft Verfassung keinen Unterschied zwischen Islam, Katholizismus, Protestantismus, Buddhismus, Hinduismus und Konfuzianismus – den sechs anerkannten Religionen in Indonesien. „Allah“ bzw. „Tuhan“ ist der allen Religionen verordnete, gemeinsame, allmächtige Schöpfergott. Und so sieht die Mehrheit der indonesischen Moslems in diesen Religionen lediglich unterschiedliche „Wege“ und „Frömmigkeitsformen“ zum gleichen Ziel – mit dem Islam als dem überlegenen (Mehrheits-) Weg.

 

Der amerikanische Autor Dave Hunt schrieb dazu:

„Allah ist [aber] NICHT identisch mit dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Allah ist zuallererst auch nicht eine Dreieinheit. Allah ist eigentlich der Name des Mond- Gottes, der der Hauptgötze in der Ka’abah in Mekka ist, wohin sie (Moslems) nun pilgern. Früher gab es dort über 300 Götzen und Allah war der Name des obersten Götzen. Obwohl Mohammed die Götzen zertrümmerte, hielt er doch am Namen des obersten Götzen – des Mond-Gottes – fest. Dies ist der Grund, weshalb sie den Halbmond als ihr Symbol haben [für den Islam]. …Allah ist NICHT der Gott der Bibel.“

Der schweizerische Autor Benedikt Peters erklärt ergänzend, dass Allah, der Herr der Ka’aba in Mekka, schon vor Mohammed das höchste Wesen in der dortigen Gegend war, dem alle übrigen Götter untertan waren. Zudem galten drei mekkanische weibliche Gottheiten „Manat“ (Schicksal), „al’Lat“ (die Göttin) und „al’Uzzah“ (die Starke) als Töchter Allahs. Als solche hat sie Mohammed zuerst auch gelten lassen (Sure 53,19.23). Ebenso widersprechen sich der echte christliche Glauben der Bibel einerseits und Buddhismus, Hinduismus oder Konfuzianismus andererseits in allen wesentlichen Bereichen. So gründet sich beispielsweise der christliche Glaube der Bibel darauf, dass die Toten einst zum letzten Gericht auferweckt werden, während Buddhismus wie Hinduismus dies entschieden ablehnen. Und während viele denken, Buddha und Jesus böten die gleiche Botschaft des Friedens und des Mitleids, ist doch – gemäß der jeweiligen Glaubensfundamente – der erstere nur ein „erleuchteter“ Philosoph, der einen kontemplativen Weg zur Selbsterlösung zeigt, während letzterer der eine und einzige Erlöser und der Weg zur letztlichen Erlösung selbst ist (Joh 14:6).

Dieses Gleichmachen unterschiedlicher, ja gegensätzlicher Ideen, Lehren und Glaubensinhalte bringt uns schließlich dazu, das eigentliche geistliche Gesicht Indonesiens besser zu verstehen: Synkretismus mit seinen unter-schiedlichen religiösen Einfärbungen.

Das wahre geistliche Gesicht Indonesiens:

Synkretismus als praktizierte Mehrheitsreligion

Was ist Synkretismus?

Synkretismus ist die „Vereinigung“ von zwei oder mehr Glaubenssystemen oder Religionen zu einem neuen religiösen System, auch wenn sich die einzelnen Glaubenssysteme in zentralen Lehren widersprechen mögen. Animismus spielt dabei eine übergeordnete Rolle im indonesischen Synkretismus. Die offizielle Religionszugehörigkeit ist dabei meist nur die äußere „Einfärbung“. Nehmen wir beispielsweise die Hauptinsel Java, wo etwa zwei Drittel der Indonesier leben. Der ursprüngliche javanische Animismus wurde durch die im Laufe der Geschichte auf die Insel kommenden neuen Religionen nicht ausgelöscht und ersetzt, sondern lediglich ergänzt.

hdl_c04Dem traditionellen javanischen volksglauben (Animismus) folgte ein javanischanimistischer Hinduismus“, diesem folgte ein „javanisch-animistisch-hinduistischer Buddhismus“ und danach ein „javanischanimistisch- hinduistisch-buddhistischer Islam“ – wobei selbst der anfänglich nach Java gebrachte Islam seinerseits schon mit Elementen der persischen Mystik vermischt war. Ähnliches gilt auch für viele „Christen“ auf Java, wie auch auf anderen Inseln. (In abgelegenen Gebieten anderer Inseln beschränkt sich die Vermischung allerdings oft auf Animismus einerseits und Katholizismus, Protestantismus oder Islam anderseits.)

hdl_c03Alle Volksgruppen in Indonesien haben animistische Wurzeln. Animismus wird definiert als „Manipulation, Beeinflussung oder Täuschung übernatürlicher Kräfte oder Wesen mit dem Ziel, eigene Wünsche und Pläne verwirklicht zu bekommen.“ Animismus ist somit weniger „Anbetung“ von Geistern, sondern deren Manipulation und Nutzbarmachung: Menschen versuchen, die unsichtbare Welt von Geistern und Naturkräften dazu zu benutzen, um hinsichtlich Gesundheit, Wohlstand, Wohlergehen oder Ansehen die eigenen Wünsche und Erwartungen erfüllt zu bekommen. Die Geisterwelt ist dabei nur Mittel zum Zweck. Und so finden sich traditionell animistische Elemente sehr oft unter dem äußeren Erscheinungsbild von Islam, Katholizismus oder auch Protestantismus, und zwar in allen Bevölkerungsschichten – von den einfachen Bauern bis zu Adeligen und höchsten Regierungspolitikern.

Dazu einige wenige, willkürlich gewählte Beispiele:

  • Opfergaben für Geister oder Verstorbene (spezielle Speisen, Tiere etc.), um gute Ernten, ausreichend Trinkwasser, sichere Reise, gute Geschäfte, Gesundheit etc. zu erhalten.
  • Vielerlei Regeln (Gebote & Verbote von Handlungen, Worten, Ritualen etc..) werden eingehalten, um ähnliches von den Geistern und unsichtbaren Kräften zu erreichen.
  • Vielerlei zeitlich genau festgelegte Rituale hinsichtlich Schwangerschaft, Geburt, Namensgebung, Beschneidung, Erwachsenwerden, Hochzeit, Tod – beginnend kurz nach der Empfängnis bis (z.B. auf Java) zum 1000. Tag nach dem Todestag.
  • Festgelegte Rituale und Feste, um von möglichst vielen Teilnehmern deren „Segen“ („berkah“ oder „berkat“) zu erhalten.
  • „Wallfahrten“ zu besonders „heiligen“ Orten, um dort – mit oder ohne besondere Opfergaben oder Gelöbnisse – einen besonderen „Segen“ bzgl. Gesundheit, beruflichem Erfolg etc. zu erhalten.
  • Menschen mit besonderen „geistlichen“ Kräften, Fähigkeiten und Verbindungen zur Geisterwelt werden in allen möglichen Lebenslagen konsultiert.
  • Rituale, Vorschriften und Opfergaben, um Geister fernzuhalten oder zu vertreiben (z.B. aus dem Haus) oder Krankheiten zu bekämpfen.
  • Herausfinden „guter“ Tage und Stunden für Hochzeit, Reiseantritt etc. durch „weise Menschen“

Heilungen oder andere „Erfolge“ solcher Praktiken mögen durchaus von Geistern kommen, verstellt sich doch Satan selbst oft als „Engel des Lichts“, um Menschen zu verführen (1.Kor 13:14).

Immer, wenn von außen neue Religionen kamen – sei es aus Indien, China, Japan, Mekka, Rom oder USA – wurde (und wird) hier eine neue Chance gesehen: Neue, zusätzliche Wege und Möglichkeiten, sich die unsichtbare Welt zunutze zu machen. So wurden nur sehr, sehr selten die alten Glaubenssysteme aufgegeben (1.Thes 1:9). Stattdessen wurden (und werden) nur Elemente und äußere Formen der jeweils „neuen“ Religion ins bisherige Glaubenssystem integriert.
Dies ist die Situation, in der sich die weit überwiegende Mehrheit der Bevölkerung Indonesiens befindet und deren man sich bewusst sein muss, will man wirksam und mit Erfolg die Botschaft Jesu Christi verkündigen. Nur allzu leicht – das zeigen allzu viele Beispiele hier – produzieren evangelikale Missionare nur weitere „Gemeinden“ animistisch-evangelikaler„Christen“ – und ein Lachen des Teufels darüber.

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Wenn Menschen aus ihren traditionellen „Bindungen“ und ihren religiösen praktiken ausbrechen, und ein Leben als Christen fühen möchten, dann brauchen sie Hilfe und Unterstützung, denn sie verlieren oft jeden Rückhalt oder Unterstützung ihrer Familien.